Airbus
SG Hamburg e.V. Sparte Amateurfunk und der DARC e.V. Ortverband Finkenwerder
Das „International Lighthouse- and Lightship-Weekend“ findet seit mehr als zehn Jahren jährlich im August statt. Für Funkamateure bietet es neben den Funkaktivitäten die Möglichkeit, sich mit den interessanten Themen
„Leuchttürmen und Seefahrt im Allgemeinen“ zu beschäftigen. Ziel hierbei ist es, einen Leuchtturm zu "aktivieren", d.h., eine Funkstation in unmittelbarer Nähe eines vorher mit Namen und geographischen Koordinaten beim Veranstalter bekannt gemachten Seezeichens zu betreiben.Bei damit verbundenen Funk-Aktivitäten handelt es sich nicht um einen Kontest, sondern lediglich um ein Funkwochenende mit dem Ziel, möglichst viele Verbindungen mit Funkstationen an aktivierten Leuchttürmen zu erzielen und so den Bekanntheitsgrad der Leuchtfeuer und deren Regionen zu fördern.
Schon seit Jahren bestand der Wunsch bei den Funkamateuren der Airbus SG-Sparte Amateurfunk und dem DARC Ortsverein Finkenwerder E37 in Hamburg, einmal an diesem Funkwochenende teilzunehmen. Verbunden hiermit war natürlich der Reiz, die vereinseigene Funkstation in der Nähe eines landschaftlich schön gelegenen Leuchtfeuers, das zudem vielleicht auch bereits ein Denkmal der Seefahrtsgeschichte ist, aufzubauen und von hieraus zu funken.
Natürlich hatten wir auch die Absicht, unsere Region und den eigenen Ortsverein bekannter zu machen. Daher entschlossen wir uns, den ersten Versuch in der Nähe unseres Standortes zu machen. Da Finkenwerder jedoch über keine bedeutenden Leuchttürme verfügt, diente ein nahe gelegenes Unterfeuer an der Elbe als "Leuchtturm". Dieses wurde auch problemlos, den
Regularien entsprechend, durch den Veranstalter anerkannt. Die Organisatoren - Tobias DO2FUS, Rüdiger DO2HF und Rudolf DL1AAY – hatten zudem jede Menge Spaß daran, sich über die Definition von Leuchtfeuern zu informieren sowie alle weiteren Vorbereitungen für die Leuchtturmwoche zu übernehmen.
Die befreundete Segelsparte der SG-Airbus Hamburg hat ihr Vereinsheim in unmittelbarer Nähe zum "Unterfeuer Finkenwerder" und stellte uns ihre Räumlichkeiten freundlicherweise zur Verfügung.
Am Samstag, den 15. August 2009 bauten wir schließlich mit insgesamt 8 Teilnehmern unsere Funkausrüstung, bestehend aus drei Transceivern für Kurzwelle mit entsprechenden Antennen für die gängigen Kurzwellenbänder, am Vereinsheim auf.
Bereits am Abend konnte der Betrieb aufgenommen werden, es wurde eine lange Nacht mit vielen QSOs auf dem 80-m-Band zu Leuchttürmen in und um Europa. Bereits am Morgen des Sonntages, nach einem gemütlichen Frühstück am Yachtafen, gelangen auch Verbindungen auf den höheren Frequenzen, im 20- und 10-m-Band bis weit in den Nachmittag hinein.
Es wurden 50 Stationen gearbeitet, davon 23 mit Leuchttürmen. Die weiteste Leuchtturmverbindung betrug 1965 km auf dem 40m-Band mit dem Turm „UKR-005“ mit dem Call UR4LWC auf „Biryuchi Island“. Die weiteste Normalverbindung betrug 2425 km mit RU4SS bei Kazan, Russland. Auch in Europa wurden etliche nette Verbindungen getätigt. Gefunkt wurde mit den Clubrufzeichen DF0FKW und DK0MBB.
Da wir das erste Mal an solch einer Aktivität teilgenommen haben, zudem auch der letzte Fieldday des OV und der SG bereits wieder Jahre zurück lagen, sahen wir das Wochenende eher unter dem Gesichtspunkt des "mal Ausprobierens". Das Ergebnis war überzeugend, so dass wir uns darin einig sind, das nächste Jahr wieder beim „International „Lighthouse- and Lightship-Weekend“ mitzumachen.
Rudolf Röpke, DL1AAY