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Die AIRBUS-HFB Motorfluggruppe

Unsere Historie

Ende der Fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts fanden sich flugbegeisterte Werksangehörige des damaligen Hamburger Flugzeugbaus in der "HFB-Fluggemeinschaft" zusammen, aus der sechs Jahre später die "HFB-Motorfluggruppe e.V." hervorging. Hierzu erfolgte am 17.01.1965 der Beschluß, eine eigene Motorflugsparte zu begründen. Dann am 25.05.1965, dem Tag der Eintragung in das Vereinsregister der Stadt Hamburg, schlug die Geburtsstunde der heutigen AIRBUS-HFB Motorfluggruppe e.V.

Bereits drei Tage später, am 28.05.1965, wurde gemeinsam mit dem LSV Pinneberg der PPL-Schulungsbetrieb aufgenommen, bevor dann im Jahre 1969 das Ministerium in Kiel die Genehmigung für eine eigene Luftfahrerschule erteilte. Die ersten Vereinsflugzeuge waren zunächst eine Piper J3C-65 (D-EHID) und dann eine DeHavilland DHC-1 Chipmunk (D-EMUM) - beide Flugzeuge wurden in gebrauchtem Zustand gekauft. Später folgten eine Morane MS880 Rallye Club (D-ENCK) und eine Bölkow BO 203 (D-EGSE). Von Anbeginn stand der Motorfluggruppe auch ein einmotoriges Firmenflugzeug vom Typ Beech 23 Musceteer (D-ENZI) der HFB-Geschäftsleitung mit Einschränkungen zur Verfügung.

     

                    Piper J3C-65 (D-EHID)                                              DeHavilland DHC-1 Chipmunk (D-EMUM)

 

Am 3. Januar 1976 ereilte das Werk Finkenwerder das Schicksal in Form einer schweren Sturmflut, nach der der gesamte Flugzeugbestand der Motorfluggruppe als Verlust deklariert werden mußte. Von der Versicherungssumme wurden kurze Zeit später drei Cessnas gekauft, von denen bis zum heutigen Tag noch eine C-172 (D-EGYM) als bewährtes, zuverlässiges Schulflugzeug im Einsatz ist.

Beseitigung der Flutschäden

 

1980 wurde mit dem Neubau unserer heutigen Motorflughalle begonnen, bei dem unsere Mitglieder selbst Hand anlegten und Eigenleistungen erbrachten. Am 11.12.1981 konnte dann die offizielle Einweihung erfolgen und die Flugzeuge wurden von Halle 7 in ihr neues Zuhause verlegt. Nun verfügte die Motorfluggruppe über ihren eigenen Hangar für die Flugzeugflotte und den LTB.

Als Besonderheit ist es den Mitgliedern in Hamburg-Finkenwerder bereits seit dem Jahr 1986 gestattet, bei unbesetztem Tower am Tage eigenverantwortlich (d.h. ohne Flugleiter) zu starten und zu landen. Dies bedingt ein hohes Maß an Umsicht und Verantwortung des jeweiligen Piloten für die Sicherheit des Luftraumes und dessen Nutzer. Die erforderlichen Fähigkeiten der Mitglieder werden hierzu jährlich im Rahmen eines Checkflugs überprüft.

Von anfänglich 23 Mitgliedern, von denen bereits 11 im Besitz des PPLs waren, wuchs der Verein im Laufe der Zeit auf heute etwa 250 Mitglieder an.

Der Luftsport und unsere Ziele

Als einer der größeren Motorfliegerclubs war die AIRBUS-HFB Motorfluggruppe von 1982 bis 2008 Mitglied im Luftsportverband Hamburg (LSV HH) und im Deutschen Aeroclub (DAeC). Letzterer wiederum repräsentiert in Deutschland den seit dem 14.10.1905 bestehenden Weltluftsportverband "Fédération Aéronautique Internationale" (FAI). Ferner gehören wir der Airbus-Gesamtsportgemeinschaft an, die unsere Aktivitäten - wie viele andere Sportarten und Betätigungen auch - fördert und unterstützt.

Dem Sportgedanken trägt die Möglichkeit zur Erlangung der drei Stufen des internationalen Leistungsabzeichens für Motorflieger in Bronze, Silber und Gold, sowie vier clubinterne, jährliche Auszeichnungen für besondere, sportfliegerische Leistungen Rechnung. Darüber hinaus nahmen einzelne Mitglieder erfolgreich an offiziellen, nationalen Meisterschaften im Kunstflug teil und belegten dabei Plätze unter den zehn besten Teilnehmern.

Weniger hochleistungsorientierte Piloten sind bei gemächlicheren Air Rallies, Air Shows oder Fly-Ins im In- und Ausland zu anzutreffen, bei denen die Herausforderungen des Flugs dorthin, das Treffen und der Austausch mit Gleichgesinnten und der Spaß an dem jeweiligen Ereignis im Vordergrund stehen. Es wurden durchaus schon Langstreckenflüge unserer Mitglieder zum Nordkap, nach Kanada oder Afrika unternommen.

Das Hauptziel unseres Vereins ist die Förderung des Luftsports und die Pflege des internationalen Luftsportgedankens über jegliche Grenzen hinweg. Aktive Mitarbeit, persönlicher Einsatz für die Motorfluggruppe, Übernahme von Aufgaben durch die Mitglieder in technischen und organisatorischen Arbeitsbereichen sind gemeinsam mit der hohen Eigenverantwortung im Flug- und Bodenbetrieb der Garant für den Fortbestand und den Ausbau des Erreichten in der Zukunft.

Mit der Aufnahme in unseren Verein wird von jedem Mitglied (über seine monetären Beiträge hinaus) erwartet, diese gemeinschaftlichen Ziele aus eigenem Antrieb zu verfolgen und sich persönlich einzubringen.

Der LTB und die Flugschule

Unsere vereinseigener, luftfahrttechnischer Betrieb (LTB) führt mit seinen qualifizierten Technikern und Warten die Kontrollen, Jahresnachprüfungen, Reparaturen und Wartungsarbeiten an unseren Flugzeugen überwiegend selbst durch. Nur die Bereitschaft möglichst vieler qualifizierter Mitglieder als Helfer bei der Durchführung technischer Arbeiten, der sorgsame Umgang mit den zur Verfügung gestellten Flugzeugen und eine vernünftige Finanzpolitik des Vorstands ermöglichen es den Mitgliedern sicher und preiswert zu fliegen.

Die vereinseigene Flugschule hat den Status einer Registered Facility (RF) und verfügt mit derzeit 7 qualifizierten und engagierten Fluglehrern über einen hohen Ausbildungsstandard. Die Ausbildungen finden seit dem Jahr 1969 statt. Durchschnittlich absolvieren heute jährlich ca. 10 Flugschüler die Ausbildung zur Erlangung des europäischen JAR-FCL 1 PPLs. Darüber hinaus erweitern jährlich ca. 5-7 Piloten ihre jeweilige Pilotenlizenz um die CVFR-Berechtigung oder um die Nachtflugqualifikation (NFQ) nach JAA-Regularien. Aus den Reihen unserer Mitglieder sind durchaus schon Verkehrs-, Militär- und Flighttestpiloten hervorgegangen. Die Nachfrage ist von je her um ein Mehrfaches höher als die zur Verfügung stehenden Ausbildungs- und Schulflugzeugkapazitäten. Nachwuchsprobleme sind uns daher fremd.

Unser Vereinsleben und unser Motto

Das gesellschaftliche Beisammensein beim "Wings & Pilots Dinner" im Winter, beim Fliegerfest im Spätsommer, die Pflege von Kontakten mit anderen AIRBUS-Flugsportvereinen, die jährliche Clubtour als Langzeitbuchung, persönliche überregionale Kontaktepflege und die Teilnahme zahlreicher Mitglieder an Flugtagen und Wettbewerben gehören als feste Bestandteile zum Clubleben der AIRBUS-HFB Motorfluggruppe in Hamburg.

 

Wings & Pilots Dinner

Unser Motto lautet "ergo volamus" (also fliegen wir)